Angeln – Fisch(er)events
Angeln in der Mosel
Ob mit der Feederrute auf Rotauge, Brassen oder Karpfen, mit der Spinnrute auf Barsch, Döbel oder Zander und der Grundrute auf Aal und Wels – die Mosel hat dem Hobbyangler einiges zu bieten. Die Leiwener Hausstrecke zwischen den Schleusen bei Detzem und Wintrich ist über 25 km lang. Erlaubnisscheine gibt es für 10 Euro pro Tag und 21 Euro pro Woche (incl. Bearbeitungsgebühr) in der Touristinformation. Hier können auch Erlaubnisscheine für andere Moselstrecken sowie Monats- und Jahreskarten erworben werden.

Voraussetzungen und Regeln zur Fischerei – das Wichtigste:
- ein gültiger Jahresfischereischein. Ausländische Gäste erhalten ihn im Bürgerbüro der Verbandsgemeinde in Schweich, Brückenstr. 26, 06507-1444 (Lichtbild, Personalausweis oder Reisepass sind erforderlich) Jugendliche bis 17 Jahre dürfen in Begleitung eines Erwachsenen mit gültigem Jahresfischereischein angeln. Sie brauchen keinen Jugendfischereischein mehr.
- erlaubt sind zwei Handangeln, Setzkescher und das Angeln vom Boot sind verboten.
- in der Frühjahrsschonzeit (15. April – 31. Mai) ist das Raubfischangeln mit Kunstködern, toten Köderfischen und Fischfetzen verboten. Lediglich die Fliege ist erlaubt.
- die Mindestmaße, Artenschonzeiten und Einschränkungen bei der Befischung der Laich- und Fisch-Schongebiete (Laachen, Bachmündungen, Staustufen) im Merkblatt zum Erlaubnisschein sind zu beachten.
- Welse und Grundeln dürfen nicht zurückgesetzt werden.
Fisch(er)events
Die Fischerei hat an der Mosel eine lange Geschichte. Fast in jedem Dorf gab es Familien, für die der Fischfang zumindest einen Zuerwerb war. Wichtiger Brotfisch war vor allem der Aal, der ab den 1920er Jahren mit speziellen Booten, den Aalschokkern, gefangen wurde. Für 1949 nennt die Dorfchronik einen Leiwener mit dem Beruf Fischer. Bis 1963, als die Leiwener Fähre ihren Betrieb einstellte, konnte man beim Fährmann fragen, ob er vielleicht gerade einen schönen Moselhecht gefangen hatte. Zu dieser Zeit war im Leiwener Schantelbachtal auch eine Forellenzucht ansässig.
Heute pflegen die örtlichen Angelvereine auf ihren Festen manche Tradition rund um den Moselfisch. Ein Besuch lohnt sich:
🎣 Fest des Angelsportclubs Leiwen immer am 01. Mai an der Weiheranlage im Schantelbachtal unter anderem mit Forellenangeln für Jedermann, Gebackenen und Geräucherten Forellen und Schusters Maibowle.
🎣 Backfischfest des Angelsportvereins Fährturm Neumagen-Dhron immer am zweiten Wochenende nach Christi Himmelfahrt neben der Neumagener Moselbrücke unter anderem mit selbst gefangenem, Gebackenem Moselfisch und Geräuchertem Moselaal.
🎣 Großes Fischessen des Angelvereins Klüsserath immer am letzten Juli-Wochenende auf dem Platz an der Kirche mit verschiedenen Fischgerichten unter anderem mit sauer eingelegtem Moselfisch.
Wer einen tieferen Einblick in die Welt der heutigen Berufsfischer an der Mosel gewinnen will, ist bei Fischwirtschaftsmeister Thomas Weber richtig, der die Stauhaltung zwischen Detzem und Wintrich bewirtschaftet. Beim ihm kann an man, an ausgewählten Tagen, einen Erlebnistag mit dem Berufsfischer auf der Mosel oder ein mehrgängiges, kommentiertes Fischmenue buchen. 🐟 🐟 🐟 Nähere Informationen unter 0160/97309728.
